Im Derby den Spitzenreiter besiegt

SV Steinwenden I – VfB Reichenbach I 1:2

Nach einigen weniger erquicklichen Auftritten unserer Mannschaft trumpfte sie beim Tabellenführer Steinwenden großartig auf. Mit ihrer besten Performance nach der Winterpause bezwang sie den Favoriten, obwohl einige Stammspieler ersetzt werden mussten. Erschwerend kam noch hinzu, dass der erfahrene Innenverteidiger Kai Peters zur Halbzeit verletzungsbedingt ausgetauscht werden musste. Aber auch auf seinen Vertreter, den alten Haudegen Jan Müller, war Verlass. Er biss sich in die Partie und ließ nichts anbrennen. Von Anfang an trat der Aufsteiger couragiert auf. Ihm war anzumerken, dass er, wenn er schon nicht mehr in den Kampf um die ersten beiden Plätze eingreifen wird können, so doch wenigstens versuchen wollte dem Tabellenersten ein Bein zu stellen. Letzterer enttäuschte. Spielerisch und taktisch war nicht zu erkennen, dass hier ein Aufstiegsaspirant auf dem Rasen stand. Lange Bälle waren meist das Mittel seiner Wahl. Aber seine Außenpositionen stachen nicht. Vor allem Florian Bicking wurde von dem drahtigen und grandios aufspielenden Jungtalent Nico Purket an die Kette gelegt. Auch Spielertrainer Daniel Graf konnte außer dem Pass auf Marcel Weigel, der in der 22. Minute freistehend vergab und dem Zuspiel in die Tiefe auf Andre Forsch, der danach den Führungstreffer markierte, keine entscheidenden Akzente setzen.

Nach wenigen Minuten tauchte der VfB erstmals gefährlich vor Benjamin Kleins Kasten auf. Ein gelungenes Anspiel in den Strafraum konnte Yannik Brehmer nicht verwerten. Ein Fehlpass in der gegnerischen Hälfte leitete einen SV Konter ein, den Steinwenden mit einem Schuss über die Querlatte abschloss. Dann hatten die Einheimischen Dusel, als ein mords Weitschuss von Y. Brehmer nur ans Aluminium krachte (20.). Zwei Minuten später folgte dann die Chance der Platzherren durch M. Weigel. Im Anschluss hatten die Rot-Schwarzen ihre beste Phase. In der 25. Minute rollte das Leder parallel zur Torlinie. Seitens der Einheimischen war aber keiner zur Stelle, der das Spielgerät hätte über die Linie drücken können. Einen Kopfballaufsetzer des Steinwender Spielertrainers lenkte Andy Lindemann mit den Fingerspitzen über den Querbalken. Nach einer halben Stunde zielte auf der anderen Seite Andy Bahr bei einem Freistoß nur wenige Zentimeter am Pfosten vorbei. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Sören Lückert, der dieses Lokalderby sicher im Griff hatte, musste der VfB den oben erwähnten Rückstand durch A. Forsch hinnehmen.

Zwei Minuten nach dem Wechsel hatte A. Forsch die Möglichkeit zu erhöhen, scheiterte aber freistehend am exzellent parierenden A. Lindemann. Im Gegensatz zu früheren Begegnungen ließ sich Reichenbach dieses Mal durch das Gegentor nicht aus dem Konzept bringen. In der 50. Minute hatte Gunar Pfister nach einer Bahr Flanke die Riesenmöglichkeit zum Ausgleich. Freistehend kam er nur mit der Sohle ans Leder, weshalb ihm so die nötige Ballkontrolle fehlte. Kurz darauf stand A. Forsch nach einer Eingabe von rechts frei. Sein Versuch die Murmel mit der Brust an A. Lindemann vorbei ins Tor zu drücken schlug fehl. Im Gegenzug hatte G. Pfister nach einem langen Ball auf den zweiten Pfosten zum zweiten Mal den Ausgleich auf dem Fuß. Sein Schuss wurde zur Ecke abgewehrt. Zehn Minuten waren im zweiten Durchgang vorüber, da zog A. Lindemann dem SV Kapitän endgültig den gesunden Zahn. Denn zum wiederholten Mal verlor A. Forsch das Duell gegen den Reichenbacher Keeper. Die folgenden Aktionen in dem flotten Match bestimmte nun wieder der Außenseiter. In der 57. Minute drang A. Bahr in den feindlichen Strafraum ein. Anstatt selbst den Abschluss zu suchen, legte Reichenbachs Mittelfeldmotor quer, fand jedoch keinen Abnehmer. Nach einer Stunde verließ G. Pfister, der bis zu seiner Auswechslung eine sehr gute Partie gespielt, im Abschluss allerdings glücklos agiert hatte, das Feld. An seiner statt betrat Marcel Heidenreich den Rasen. Mit seiner ersten Aktion leitete er den Ausgleich ein. Auf rechts behauptete sich der Mittelstürmer gegen seinen Gegenspieler und brachte die Kugel in die Box. Aus einer unübersichtlichen Situation heraus spitzelte Jonas Jung das Runde zum 1:1 über die Linie (67.). Drei Minuten später setzte sich Y. Brehmer, der vom Sturmzentrum auf die linke Außenbahn gewechselt war, energisch durch und passte überlegt zurück zu J. Jung. Dessen Schuss war nicht platziert genug, um Torwart B. Klein in Bedrängnis zu bringen. Bei einer weiteren Topchance brachte die Elf von Benny Früh, der verletzt zum Zuschauen verdammt war, den Ball nicht über die Torlinie. Direkt im Anschluss hatte A. Forsch seine letzte Chance. Doch seinen Schuss kratzte der überragende N. Purket von der Torlinie. Zwei brenzlige Momente hatte der VfB noch zu überstehen. Einmal fischte A. Lindemann einen Fallrückzieher von D. Graf aus dem Eck, danach landete eine Flanke auf der Torlatte. In der 88. Minute stellte Reichenbachs Instinktstürmer M. Heidenreich unter Beweis, dass er auch ohne Training in der Lage ist, Spiele zu entscheiden. Nach einem Einwurf servierte Tobias Kiefer eine Flanke. Und in seiner unnachahmlichen Art erzielte der Goalgetter mit dem Kopf das entscheidende Tor zum verdienten 1:2 Triumph über den Klassenprimus.

VfB Reichenbach 1921 e.V.

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